Eitelkeit

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Ich würde mich selber nicht als eitel bezeichnen. Zum einen, weil Eitelkeit keine schöne Eigenschaft ist und zum anderen, da ich wirklich glaube, dass ich es nicht bin. Aber ich finde mich mit Lidstrich ein bisschen hübscher und ich habe in meinem Leben mehr Geld für Kleidung ausgegeben, als unbedingt nötig. Auch, wenn ich nur in die Bib zum Lernen gehe, ziehe ich keine Jogginghose an, sondern "was Hübsches" - am liebsten ein weites Kleid und eine Strumpfhose. Das Outfit ist unglaublich bequem, aber ich fühle mich auch hübsch. Warum ist mir das scheinbar wichtig? Bedeutet das, dass ich eitel bin? Ich mein, ich hab mir mein Pony mehrfach mit einem Stift weggesteckt und hab mich beim Gang für kleine Katrins gewundert, warum ich komisch angeguckt wurde. Als ich beim Hände Waschen in den Spiegel geschaut habe, hab ich mich kaputt gelacht. Es war mir nicht peinlich, im Gegenteil ich fand das so großartig, dass ich es "jedem" erzählen musste.
Klar, ein Mensch hat nie nur eigene Charaktereigenschaft, aber Eitelkeit kann ich mit der restlichen Kombi nicht so richtig vereinen. 


Mama

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Kennt ihr Menschen, die ihre Mama als ihre 'beste Freundin' bezeichnen?
Früher hab ich das nicht verstanden. Ich hab gedacht, dass eine Mutter-Tochter-Beziehung keine Freundschaft sein kann. Nicht, weil die Beziehung 'besser' oder 'schlechter', sondern weil es für mich immer was anderes war. Ihr merkt, ich schreibe in der Vergangenheitsform. Was soll ich sagen, seit meine Rolle sich vom Kind zur erwachsenen Tochter entwickelt, verändert sich natürlich auch meine Beziehung zu meiner Mama. Meine Mama ('mum' mögen wir beide nicht und mit 'Mutti' bring ich sie auf die Palme) ist immer noch nicht meine 'beste Freundin', aber ich kann das Gefühl immer besser nachvollziehen, das Menschen mit dieser Aussage versuchen auszudrücken.


Familie

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Heute ist Ostermontag. Auch, wenn ich in den letzten Jahren gemerkt hab, dass dieses ganze Religionsding nichts für mich ist, steh ich total auf Familienfeiern. Versteht mich nicht falsch, bei uns gibt's auch Chaos, Diskussionen und den ganzen anderen Shit, aber eigentlich ist es vor allem lustig und schön. Auf eine gewisse Weise ist Familie (über meine Eltern und meine Schwester hinaus) selbstverständlich. Man könnte sagen, dass ich "gut behütet" groß geworden bin und dazu gehört auch meine Familie. Nach sieben Monaten Auslandsaufenthalt und 15 Monaten alleine wohnen, muss ich sagen, dass ich wahrscheinlich mehr Familienmensch bin, als ich selber dachte. Und wahrscheinlich mehr, als meine Liebsten sagen würden. Das ist bestimmt "das Alter", mit 20 Jahre darf ich das doch sagen. - Ich weiß, das klingt bescheuert und ist auch Quatsch. Meistens muss ich mich daran erinnern, dass ich irgendwie langsam "erwachsen" bin. Aber ich hab das Gefühl, dass ich den kleineren Familienmitgliedern was geben kann und es ist eine tolle Erfahrung sich mit den Älteren auf Augenhöhe zu begegnen. 
Für mich bedeutet Familie vor allem pure Akzeptanz und viel Geborgenheit. Es kommen viele Menschen zusammen, die nichts miteinander zu tun hätten, wenn sie nicht eine Familie wären. Vielleicht würde man sich sogar gegenseitig schräg mustern. Ich finde uns zeichnet es aus, dass wir trotzdem, vielleicht auch gerade deshalb, immer wieder schöne Stunden verbringen. Keine Sorge! Meine Familie ist kein Hollywood-Material. Ich habe einfach für mich entschieden, was Familie für mich ist. Für mich hat Familie nichts mit Verpflichtungen und Erwartungen zu tun. Menschen, die mir nicht gut tun, denen bin ich nicht verpflichtet - egal welche Beziehung uns verbindet, egal was in der Vergangenheit war. Ich definiere eine Beziehung nicht über Gene, Dauer und Materielles. Für mich geht es um die Gefühle, die man sich gegenseitig gibt. Eine Freundin kann für mich Familie sein und ein Familienmitglied ein Bekannter.
Das ist meine Theorie. Emotional läuft das natürlich nicht immer so. Ist aber ganz gut sowas zum Gedanken Sortieren zu haben. Bei mir macht's während dieser Sortiererei viel zu häufig boom und so setze ich meine eigenen Normen und Werte, an denen messe ich mich. Und ich hoffe, dass ich mich so auch ein bisschen besser verstehe und ein bisschen besser an mir arbeiten kann.

Die ständige Optimierung des persönlichen Stils

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Gegenüber diesem ganzen Klamottenkram bin ich mega zwiegespalten. Ich finde diesen ganzen Konsumwahnsinn gelinde gesagt bescheuert. Dieses finanzielle Open-End, diese Darstellung von finanziellem und sozialem Status und dieser massive Überfluss.Und trotzdem hat sie Mode auch für mich eine gewisse Faszination. Ich überlege gerne was ich am nächsten Tag, an meinem Geburtstag und im Urlaub anziehe. Ich freue mich, wenn mir ein Look besonders gut gefällt. Ich fühle mich dann noch wohler und für schlechte Tage ist es gut zu wissen welche Klamotten, als Schutzschild dienen.

Ich möchte mir bewusst sein welche Teile in meinem Schrank hängen, welche meine Lieblingsteile sind, welche ich nicht trage und warum ich sie nicht trage. Die meisten Tage bin ich mehr als zufrieden mit den Teilen, die ich habe. Rein rational kann ich auch Teile nennen, die raus könnten, aber es sind nur ein paar und im Moment hänge ich noch zu sehr an ihnen. An die Momente, die die Klamotten erlebt haben und vielleicht auch an die Person, die diese Momente erlebt habe. Ohne, dass ich das Gefühl habe, dass ich mich in den letzten Jahren stark verändert habe, macht mich meine Lebenssituation doch zu einer anderen Person. Und irgendwie gehören zu dieser Person auch ein paar neue Klamotten. Um eben meinen persönlichen (momentanen) Stil zu optimieren. Aber wieso ist das so?

Überraschungen

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Kleine Überraschungen sind die Schätze des Alltags. Und haben den Vorteil, dass die Zeit der Aufregung kurz ist. Natürlich, Vorfreude ist die schönste Freude, aber die Nerven ... Mit einer kleinen Überraschung wird ein Scheißtag ein großartiger Tag.

Gestern ging mein Wecker um sechs Uhr und ich habe mich gefreut. Ich hatte einen großartigen Plan. Dann kam eine beschissene Nachricht nach der anderen. Ich habe mich aufgeregt. Über die Nachrichten an sich und über meine Gedanken. Diese Gedankenschemata, die immer wieder aufgerufen werden, die ich nicht los werde. Auch, wenn's nichts zu ändern gibt. Manchmal kann man sich nicht selber helfen. Heute hab ich eine kleine Überraschung bekommen! Eine, zu der ich gestern noch gesagt hätte, dass ich sie niemals bekommen werde. Dass mich heute meine Halsschmerzen gequält haben und ich nur an Unikram saß, ist jetzt egal.

"Ich denke an dich" sagen sie. Menschen denken an dich, vermissen dich  und wollen dich glücklich sehen. Machen dich gerne glücklich. Ohne Anlass denken sie an dich. Vielleicht, weil es dir nicht gut geht und sie sich Sorgen machen. Vielleicht, weil ihr euch viel zu lange nicht gesehen habt. Vielleicht, weil ein Lied sie an dich erinnert hat. Weil euch etwas verbindet.


Es ist Herbst!

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Open the boxes, unpack what you own.
Hang up some posters and make this a home.
Walk down the stairs and open the door.
Look at the things you've never seen before.

This is the beginning, of anything you want.
This is the beginning…
This is the beginning, of anything you want.
This is the beginning…

Wie alt bin ich?

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Eigentlich möchte ich über was anderes schreiben, aber ganz kurz: gestern waren ich in Ehrenfeld und alles ist mit Casper plakatiert, gerade läuft das neue Album und was soll ich sagen, es tut gut! Zählt das noch zu "den kleinen Dingen in Leben" oder ist es eher das Highlight des Jahres?

1997 bin ich geboren. In dem Jahr wurde das erste Harry Potter Buch veröffentlicht und der VfB Stutgart deutscher Meister. Würde ich das Schicksal oder sonstige Kräfte glauben, wären damit schon mal zwei meiner größten Leidenschaften erklärt. Selbsterklärend ist, mit dem Zusatz, dass ich ein Julikind bin, dass jetzt 20 Jahre alt bin. In den letzten 12 Monaten war der häufigste Kommentar zu meiner Person, dass ich älter geschätzt wurde. In meiner Anwesenheit wurden sogar Witze über den Jahrgang 1997 gemacht, der in der Instagramblase festhinge und nicht mal wisse, dass es mal etwas vor dem Euro gab.
Ich weiß also, wie alt ich wirke. Aber wie alt empfinde ich mich? Ich vergesse ehrlich gesagt, wie alt ich bin. Über die 18 habe ich mich, logischerweise, sehr gefreut. 19 und 20 sind einfach so passiert. Natürlich würde gefeiert, weil es nichts Schöneres gibt, als Geburtstage, aber nicht, weil ich mich anders fühle.
Sowieso, wie muss man denn sein, wenn man x Jahre alt ist, damit die Menschen das Alter perfekt schätzen. Meine Unimenschen und ich haben dieses Jahr zwei runde Geburtstage gefeiert und der andere Geburtstag war kein 20. Geburtstag - who cares?