Brighton & Ich No.2

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Hey!
Ich denke hier total viel. (Nicht, dass ich diese Tätigkeiten vorher nicht ausgeübt hätte, ihr wisst schon was ich meine!) Ich denke wieder klar. Die letzten zwei Jahre war dieses Gedanken hin und her schießen kein Denken, sondern nur ein sich im Kreis drehen, das nicht geholfen hat. Im Gegenteil ich hab mich fertig gemacht und vielleicht hab ich das manchmal sogar gewollt, dieses Salz in der Wunde. Als Ausrede, dass es eh keine andere Möglichkeit mehr gibt und ich mich jetzt einfach ins Bett legen kann, während sich die Zeiger meiner Diddle-Uhr immer weiterdrehen. Für mich hatte sich das Thema Abitur erledigt. Dass ich es schaffe würde, wusste ich vorher, weil ich immer gute bis sehr gute Noten hatte. Für mich war das Ziel nicht das Abitur selber, sondern die Note selber. 
Dass meine Note nichts mit meinem Ziel zu tun haben wird, war schnell klar. Mein Ziel hätte ich unter guten Bedingungen erreicht, meine Eltern würden vielleicht sagen "unter perfekten Bedingungen". Ich hab meine eigenen Ansprüchen immer weiter runtergeschraubt, ohne das zu akzeptieren. 
Vor den Abiturprüfungen hab ich die bestmögliche Note errechnet, die ich noch erreichen kann. (Ich hab für jede Prüfung die allerbeste, realistische Note festgelegt.) Mit der Note war ich nicht zufrieden, aber dadurch konnte ich mit dem Abitur schon ein bisschen abschließen, schon vor dem eigentlich "schlimmsten" Teil.
Die Prüfungen haben sich auf verrückte Art und Weise gut angefühlt. Ich habe vorher gelernt und das Gefühl, dass es bald vorbei ist, hat sich zum ersten Mal real angefühlt. Diese Art von Resignation war das Beste für mich! Meine Note schlussendlich um 0,2 besser, als meine errechnete bestmögliche Note.





Mit meiner Note ansich werde ich niemals zufrieden sein. Ich weiß, dass ich eine bessere Note hätte schaffen können. Das ist eine realistische Einschätzung, das hab ich über die Jahre gelernt. Mein Abischnitt ist mein zweitschlechtester Schnitt.

Ihr merkt abgeschlossen hab ich noch lange nicht, aber ich beginne zu akzeptieren. 
Im Akzeptieren bin ich schlecht. Und damit mache ich mir vieles schwer. Ich bin zu emotional. Weiß nicht wann genug ist. Und wenn ich es merke, ist es schon "zu spät". Nun ich bin kein Freund von Vorsätzen. Schon gar nicht von Neujahrsvorsätzen. Ich geh nicht mal raus mir das Feuerwerk anschauen, sondern warte bis sich alle wieder mit mir dem Alltag widmen. Aber am 1.1. hab ich mir versprochen ein bisschen mehr Ruhe zu finden, indem ich lerne zu akzeptieren. 
Das Leben zu akzeptieren, meine Mitmenschen zu akzeptieren und vorallem mich zu akzeptieren. Im Moment ist total viel los in meiner Au Pair Familie und trotzdem kann ich mit einer gewissen Ruhe und Zufriedenheit ins Bett gehen. Ich schlafe nach 15 Minuten ein. Vor ein paar Monaten hab ich viele Nächte 3 Stunden wach gelegen.
Ich liebe diese Ruhe und gehe total in ihr auf!! Auf einmal gehe ich zum Beispiel gerne bei 2°C spazieren.

macht das Schönste aus dem Tag! Katrin

Kommentare:

  1. Wow, das Foto ist wunderschön! :)
    Ich will auch mal nach Brighton!

    XX,
    Photography & Fashion Blog

    CHRISTINA KEY
    www.CHRISTINAKEY.com

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  2. Hm, ich kann deine Gedanken ziemlich gut nachvollziehen. Akzeptieen fällt mir oft auch sehr schwer – genauso wie "Aushalten". Dinge, Umstände, die ich tatsächlich einfach nicht beeinflussen kann (zumindest nicht mit sofortiger Wirkung) machen mich oft unglücklich und unruhig – und das Gedankenkarusell setzt sich in Gang. Mittlerweile fällt mir das Akzeptieren, Aushalten und trotzdem Positivsein etwas leichter, ich glaube, das ist ein Prozess, der sich nur ganz langsam entwickelt.

    Hab einen schönen Tag! <3

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    1. danke für deinen Kommentar!
      kann dir nur zustimmen - wahrscheinlich wird man da niemals auslernen und sich immer wieder entwickeln..
      wünsche ich dir natürlich auch <3

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