Familie

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Heute ist Ostermontag. Auch, wenn ich in den letzten Jahren gemerkt hab, dass dieses ganze Religionsding nichts für mich ist, steh ich total auf Familienfeiern. Versteht mich nicht falsch, bei uns gibt's auch Chaos, Diskussionen und den ganzen anderen Shit, aber eigentlich ist es vor allem lustig und schön. Auf eine gewisse Weise ist Familie (über meine Eltern und meine Schwester hinaus) selbstverständlich. Man könnte sagen, dass ich "gut behütet" groß geworden bin und dazu gehört auch meine Familie. Nach sieben Monaten Auslandsaufenthalt und 15 Monaten alleine wohnen, muss ich sagen, dass ich wahrscheinlich mehr Familienmensch bin, als ich selber dachte. Und wahrscheinlich mehr, als meine Liebsten sagen würden. Das ist bestimmt "das Alter", mit 20 Jahre darf ich das doch sagen. - Ich weiß, das klingt bescheuert und ist auch Quatsch. Meistens muss ich mich daran erinnern, dass ich irgendwie langsam "erwachsen" bin. Aber ich hab das Gefühl, dass ich den kleineren Familienmitgliedern was geben kann und es ist eine tolle Erfahrung sich mit den Älteren auf Augenhöhe zu begegnen. 
Für mich bedeutet Familie vor allem pure Akzeptanz und viel Geborgenheit. Es kommen viele Menschen zusammen, die nichts miteinander zu tun hätten, wenn sie nicht eine Familie wären. Vielleicht würde man sich sogar gegenseitig schräg mustern. Ich finde uns zeichnet es aus, dass wir trotzdem, vielleicht auch gerade deshalb, immer wieder schöne Stunden verbringen. Keine Sorge! Meine Familie ist kein Hollywood-Material. Ich habe einfach für mich entschieden, was Familie für mich ist. Für mich hat Familie nichts mit Verpflichtungen und Erwartungen zu tun. Menschen, die mir nicht gut tun, denen bin ich nicht verpflichtet - egal welche Beziehung uns verbindet, egal was in der Vergangenheit war. Ich definiere eine Beziehung nicht über Gene, Dauer und Materielles. Für mich geht es um die Gefühle, die man sich gegenseitig gibt. Eine Freundin kann für mich Familie sein und ein Familienmitglied ein Bekannter.
Das ist meine Theorie. Emotional läuft das natürlich nicht immer so. Ist aber ganz gut sowas zum Gedanken Sortieren zu haben. Bei mir macht's während dieser Sortiererei viel zu häufig boom und so setze ich meine eigenen Normen und Werte, an denen messe ich mich. Und ich hoffe, dass ich mich so auch ein bisschen besser verstehe und ein bisschen besser an mir arbeiten kann.











GRÜN - SCHWARZ - GINGER

Klar, Schwarz ist mega und meine Farbe - das wundert niemanden mehr. Für mich wird jeder Look durch Schwarz sofort cool. Und elegant, aber so, dass ich "meine Eleganz" daraus machen kann. Daher sind Schuhe (Vagabond) und Tasche (Radley) absolute Lieblinge. Meine Haare sind nunmal kupfer, also wenn ich Nachhilfe und das liebe ich. Wenn man da gentechnisch was machen lassen kann, sodass ich mir das Färben sparen kann, sofort melden! Und irgendwie hat es sich ergeben, dass Grün mein Farbliebling dazu geworden ist. Der Blazer war ein Flohmarkt-Schnäppchen und ich greife immer immer wieder zu ihm! (Ich hab Blazer/Jacken die ich nur phasenweise trage, aber dieser geht immer.)

Kommentare:

  1. Hast du schön geschrieben Katrin! Ich hab mich an Ostern auch wahnsinnig darauf gefreut mich meiner Schwester und meinen Eltern Zeit zu verbringen. Im Alltag finden wir irgendwie doch immer zu selten Zeit um ausgiebig zusammenzusitzen. Beim Fondue hat das dagegen super fnktioniert. Man benötigt halt oftmals doch Feiertage dazu. Ganz egal ob man religiös ist. Einfach um sich mal wieder die Zeit zu nehmen und länger als eine Stunde zu bleiben weil man auf der Durchreise ist. Familie war in meinem Fall auch der Grund wieso ich mich gegen einen Umzug nach Berlin entschieden habe. Ich hätte es mir nicht wirklich vorstellen können sie nicht mindestens als 2 Wochen besuchen zu können. Genieß die Zeit mit den Liebsten und versuch sie so oft wie möglich nutzen zu können.

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    1. Liebsten Dank für deinen Kommentar! Kann ich total verstehen, dass du nicht nach Berlin gezogen bist. Ich bin ohne viel zu überlegen nach Köln gezogen, einfach, weil es sich richtig gefühlt hat und auch, wenn ich es hier liebe, ist es manchmal schwer einige Zugstunden von meiner Familie getrennt zu sein.

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